Herbert Theiler

Am 30. Mai 1943 erblickte ich in Spiez, gelegen im schönen Berneroberland, das Licht der Welt, wo ich meine Kindheit verbrachte. All meine Schulen absolvierte ich in demselben Ort. Schon während der Schulzeit entwickelte ich ein starkes Interesse an griechischer Geschichte und Mythologie. Diese Neigung wurde durch den fesselnden Geschichtsunterricht meines damaligen Lehrers entfacht.
Im Frühling des Jahres 1960 begann ich in Bern eine Lehre als Radiotelegrafist. Im Laufe meiner beruflichen Laufbahn war ich in verschiedenen Gebieten der sich zu jener Zeit rasant entwickelnden Sparten Telekommunikation und Anwenderinformatik tätig. Zu Beginn der Siebzigerjahre wechselte ich ins Projektmanagement. Einerseits waren dies Projekte im Bereich der Meldungsvermittlung, später kam der Aufbau von Personaladministrations-Systemen dazu. Gegen Ende der Siebzigerjahre kümmerte ich mich maßgeblich um die firmeninterne Lehrlings- und Erwachsenenausbildung. Parallel dazu durchlief ich im Fernstudium eine Ausbildung zum Personalfachmann. Das Personalwesen blieb bis zum Tage meiner Pensionierung der wichtigste Bestandteil meines Arbeitslebens.
Zum Ausgleich betrieb ich verschiedene Hobbies wie Fußball, Tennis und Reisen. Einen größeren Teil meiner Freizeit investierte ich in die Erweiterung meiner historischen Kenntnisse. In Begleitung meiner Frau verbrachte ich ungezählte Urlaubstage auf verschiedenen griechischen Inseln. Anfangs der Achtziger verschlug es uns erstmals nach Zypern, der Insel der Aphrodite. Schon beim ersten Aufenthalt überkam mich ein Gefühl, nach Hause zu kommen. In der Folge bildete sich rasch eine enge Bindung zu Land und Leuten. Seit 1988 sind wir stolze Besitzer eines Ferienhauses im griechischen Südosten der Insel. Auch heute noch ist es für mich immer wieder ein Erlebnis, dorthin zurückzukehren.
Es ist mir ein großes Anliegen, dass sich meine Großkinder später einmal damit auseinandersetzen können, mit welchen Tätigkeiten sich ihr Farfar in seiner Musezeit auseinandersetzte. Um diesem meinem Wunsche ein wenig nachzuhelfen, fing ich Ende 2004 an, mein geschichtliches Wissen in einem Roman festzuhalten und hoffe damit meinen Nachfahren in guter Erinnerung zu bleiben.
Nebst der Liebe zu meiner Heimat fühle ich mich stark zu den Kulturen des östlichen Mittelmeeres hingezogen. Deshalb empfinde ich archäologische Stätten nicht einfach als leblose Mauern oder Steine. Mitnichten, in meinen Gedanken stelle ich mir vor, was diese vergangenen Orte alles gesehen haben und was dort vor sich gegangen sein muss.
Seit 1964 lebe mit meiner Familie in der Umgebung von Bern, vorausgesetzt, dass ich mich nicht gerade auf Zypern aufhalte.