Karin Lang & Konrad Neundörfer

Karin Lang
Karin Lang schlug sich in verschiedenen Berufen durchs Leben, bis sie die Malerin in sich entdeckte. Eine systematische Ausbildung hat sie nicht genossen; sie ist Autodidaktin. Die Welt der Kunst und speziell der Malerei erschloss sich ihr einmal durch intensive Kontakte mit Künstlern, zum anderen aus ihrer Tätigkeit als professionelle Fotografin.
Seit 1991 lebt und arbeitet sie in Bad Homburg. Zuvor hat sie verschiedene Studienaufenthalte in der Toskana, der Provence und in den USA absolviert.
Emotionen und Sensibilität sind die Schlüsselbegriffe ihres Schaffens. Es geht ihr nicht um bestimmte Stilrichtungen bzw. Maltechniken, sondern um das weite Spektrum menschlicher Empfindungen. Durch die Komposition von Farben und Formen will sie die „Seele“ des Betrachters erreichen und beeinflussen.
In einer ersten Phase stand bei ihr abstrakte Malerei im Vordergrund. Mischtechniken wie Sand, Seide, Kreide, Wachs und Acryl wurden von ihr in den Folgejahren perfektioniert. Später kamen Collagen, Akte und Porträts hinzu. Aus ihrer subjektiven Spontanität ergibt sich eine beeindruckende gestalterische Vielfalt.
In zahlreichen Ausstellungen sowie Versteigerungen für gemeinnützige Zwecke präsentierte sie ihr Werk in der Öffentlichkeit. Neuerdings fertigt sie auch Illustrationen zu literarischen Texten ihres Lebensgefährten.

Konrad Neundörfer
Konrad Neundörfer wurde 1934 als Sohn eines Juristen und Zigarrenfabrikanten geboren und verbrachte seine Kindheit an der Bergstrasse. Geprägt wurde er vor allem durch seinen vierjährigen Aufenthalt im Jesuitenkolleg St. Blasien. Von dort aus absolvierte er 1951 einen der frühesten Schüleraustausche nach dem Krieg mit einer Schule in Frankreich und fühlt sich seitdem als ein „Frankophiler“.
Neundörfer studierte Jura in Innsbruck, München und Frankfurt und promovierte über ein europarechtliches Thema.
Von 1962 bis 1978 war er im Bundeswirtschaftsministeriumin Bonn tätig. Zunächst arbeitete er im Osthandel und nahm an vielen Verhandlungen mit den damaligen kommunistischen Ländern teil. Nach einer einjährigen Tätigkeit in der Deutschen Ständigen Vertretung bei den Europäischen Gemeinschaften in
Brüssel wurde er im Ministerium Leiter des Referats Textilien und Bekleidung.
Im Jahre 1978 arbeitete er sechs Monate als Berater der EG-Kommission und verließ dann den öffentlichen Dienst, um die Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbands der deutschen Textilindustrie zu übernehmen. Daneben schrieb er ein Buch über Handels-und Entwicklungspolitik und verfasste viele Broschüren und Artikel über die gleichen Themen sowie über europarechtliche Fragen.
Im Alter von Ende 50 wechselte er nochmals den Beruf und wurde
Generalsekretär eines deutschen Verbands mit Sitz in Köln und eines europäischen Verbandes mit Sitz in Brüssel.