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Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten Teil II

Michael Roads Bewusstsein Leave a Comment

Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten Teil II
„Folgendes musst du tun: Du beginnst mit einer umfassenden Beziehung zu dir selbst. Du lernst, all das an dir wertzuschätzen, das du magst. Du bittest deine Frau und einen engen Freund, eine Liste mit allen Dingen zu schreiben, die sie an dir am meisten wertschätzen.

Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten Teil II

Und natürlich verbannst du deinen Vater aus deinem emotionalen und mentalen Leben. Du lernst, dich auf die Menschen in deinem täglichen Leben zu beziehen und nicht auf Menschen, die Erinnerungen aus der Vergangenheit sind.“
„Und was mache ich mit meiner Vater-Besessenheit?“
„Du fokussierst auf alles an dir, das dir Freude macht. Jeden anderen Aspekt deiner selbst, den du nicht magst, ignorierst du komplett. Du versuchst nicht, die unerwünschte Besessenheit in Ordnung zu bringen, du ignorierst sie einfach. Was du ignorierst, wird durch den Mangel an Energie eingehen. Was du zu korrigieren versuchst, gedeiht durch die Energie der Aufmerksamkeit. Und dann geht es nicht weg. Es ist wirklich so einfach.“
Er nickt nachdenklich. „Das ist genau das Gegenteil von dem, was ich bisher gemacht habe. Und was ich gemacht habe, hat nicht funktioniert.“
Ich nicke. „Es ist ein wenig schmerzhaft, wenn man bedenkt, wie viele Menschen Wege zur Heilung emotionaler Probleme erlernen, die allen Prinzipien der WAHRHEIT zuwiderlaufen. Und natürlich funktionieren sie auch nicht. Es mag für dich kurzfristig funktionieren, aber schließlich wird dies nicht halten, und die alte Gewohnheit setzt sich wieder durch. Das kommt häufig vor.“

Bill verdreht die Augen. „Wem sagst du das! Während ich dir zuhöre, begreife ich, dass wir als Berater denselben Fehler machen. Wir wurden darin unterrichtet, wie wir Menschen beraten sollen, und wir folgen diesem Leitfaden gewissenhaft. Manchmal scheint es sehr gut zu funktionieren, dann bricht plötzlich alles zusammen, und der Mensch steht mit allem wieder am Anfang.“
„Nichts als Kartenhäuser!“

Wahrscheinlichkeitsfaktor

„Also sagst du, dass wir uns nicht auf das konzentrieren sollen, was … äh, keine Ahnung.“
Ich schmunzle. „Ich sage, dass die Energie deiner Aufmerksamkeit folgt. Wenn du also den Wahrscheinlichkeitsfaktor eines sich wiederholenden Musters problematischen Verhaltens bedenkst, dann ist offensichtlich das Letzte, das du tun solltest, auf dieses Problem zu fokussieren.
Probleme gedeihen durch Energie auf die gleiche Weise wie wir. Wenn du dich weigerst, das problematische Verhalten weiterhin mit Energie zu füttern, wird es verkümmern und verschwinden.

Statt zu versuchen, das Problem zu korrigieren, lenkst du deine Aufmerksamkeit auf die guten Eigenschaften und Fähigkeiten der Person, die du berätst. Du lehrst sie Selbstwertschätzung. Auf diese Weise nährt sie ihre besseren Eigenschaften. Manchmal wird dies sogar ungeahnte Fähigkeiten hervorrufen, die in einem anderen Leben entwickelt wurden.“
Bill wirft mir einen skeptischen Blick zu. „Du nimmst mich doch auf den Arm!“

Ich schüttle den Kopf. „Es ist wahr. Du siehst gerade ein perfektes Beispiel dafür. Ich erinnere mich, wie ich vor langer Zeit als Bauer zu einer Tagung über Rinder ging. Am Ende wurden wir dazu aufgefordert, Fragen zu stellen. Ich hatte eine, die mir wichtig war, also hob ich, wie vorgeschlagen, die Hand. Dann arbeitete sich ein Mann mit Mikrofon durch die Reihen der Bauern, deren Fragen eine nach der anderen beantwortet wurden. Als er mich endlich erreicht hatte, war ich ein nervöses, schwitzendes, zitterndes Wrack – und das nur, weil ich eine Frage stellen wollte. Er gab mir das Mikro und alles, was ich hervorbrachte, war ein erstickter Krächzer, dann schob ich das Mikro zurück in seine Hand und wand mich vor Verlegenheit, während viele der Bauern um mich herum lachten.“
Bill sieht sehr mitfühlend aus.

Öffentlichkeit

Ich schmunzle. „Wenn mir ein Bauer damals gesagt hätte: ‚Mach dir keine Sorgen, eines Tages wirst du öffentliche Vorträge in der ganzen Welt halten‘, hätte ich ihm sofortige psychiatrische Behandlung empfohlen! Und doch geschah genau dies. Nur wenige Jahre später stellte ich fest, dass im passenden Timing meine Kommunikationsfähigkeiten hervorsprudelten. Viel später auf meinem spirituellen Weg erfuhr ich, dass ich in einigen vergangenen Leben zu gewissen Zeiten ein wandernder Häretiker war, der sehr geschickt öffentliche Reden hielt, wenn auch vor einem ziemlich unfreundlichen Publikum.“
„Also war die Tagung außerhalb deines Timings, aber ein Jahr später oder so kam das passende Timing?“, hakt Bill nach.
Ich nicke. „Tatsächlich hat es noch viele Jahre gedauert. Wir sind unser eigenes Timing in jedem Aspekt unseres Lebens.“

Erster Teil

Von Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten

 

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Mehr im Buch: Von der Illusion zur Erleuchtung

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