Wie entstehen eigentlich Illusionen bzw. Realität?

Illusionen

… durch unser Sehen …

Wir haben unsere fünf Sinne (schmecken, riechen, höhren, fühlen/tasten, sehen) sowie als unseren sechsten Sinn unsere Raum-Lage-Koordination (Gleichgewichtssinn) und außerdem als unseren siebten Sinn unsereren Spürsinn (unsere Intuition). Alle unsere Sinne nehmen wir sehr körpernah wahr IN UNS …

Wir schmecken in unserem Mund.

Wir riechen in unserer Nase.

Wir hören in unserem Ohr.

Wir fühlen/tasten mit unserer Haut.

Wir merken unser Gleichgewicht in uns.

Wir spüren unser Bauchgefühl/unsere Intuition in uns.

Wenn uns ein Sinn Schmerzen zufügt, dann fühlen wir diesen Schmerz IN uns …

Wenn etwas eklig schmeckt, so spucken wir es wieder aus.

Wenn etwas eklig riecht, dann halten wir uns unsere Nase zu.

Wenn etwas sehr laut/schrill ist, dann schmerzt unser Ohr.

Wenn etwas auf unserer Haut brennt, juckt, weh tut, dann versuchen wir, es weg zu machen.

Wenn wir aus dem Gleichgewicht kommen, dann versuchen wir unsere Mitte wieder neu zu finden.

Wenn wir ein komisches Bauchgefühl haben, so horchen wir nach innen, was es ist.

… nur mit unserem SEHEN, da verhält es sich etwas anders …

Sehen …

Beim SEHEN können wir zwei Arten von „Sehen“ unterscheiden: unser äußeres Sehen und unser inneres Sehen. a) Mit unseren äußeren Augen betrachten wir die Welt um uns herum. Und b) in unserer Fantasie können wir unsere inneren Bilderwelten anschauen.

Das Phänomenale beim SEHEN ist, dass wir NICHT wahrnehmen, dass wir die Welt IN UNS sehen. Wir schauen irgendwo hin und nehmen die Welt mit unserem Sehsinn als außerhalb von uns wahr. Mit unserem Finger können wir dann dort hinzeigen, wo „etwas“ ist: „Da ist das Auto. Dort ist das Haus. Da drüben steht der Baum. Da hinten sind die Berge.“

Dass, was wir im Außen sehen, wird jedoch natürlich IN UNS auf UNSERER Netzhaut in unserem Kopf abgebildet. Das Bild ist also IN UNS! Doch wenn wir in der Küche stehen und nach der Abwaschbürste greifen wollen, würden wir niemals auf die Idee kommen, in unseren Kopf zu fassen, sondern wir fassen im Außen zur Bürste.

Wie Illusionen entstehen

Dies ist möglich, weil wir ZWEI Augen haben. Und mit diesen ZWEI Augen hat die Schöpfung uns die Illusion einer dreidimensionalen Welt geschenkt.

Unsere Augen sind also die Ursache unserer Außenorientiertheit und erschaffen die Illusion unserer dinglichen Welt immer wieder neu. Aus diesem Grunde schließen wir auch unsere Augen, wenn wir uns auf uns selbst konzentrieren wollen z.B. in Meditation. Und auch wenn wir uns schlafen legen verschließen wir unsere Augen vor der uns umgebenden Welt. Mit geschlossenen Augen bringen wir unsere volle Aufmerksamkeit zu uns nach innen. Wir finden Ruhe, Einkehr und inneren Frieden.

Wir können also feststellen: Unser SEHEN verknüpft uns mit dem Außen, während alle anderen Sinnen uns nach innen führen …

Wir schmecken innen.

Wir riechen innen.

Wir hören innen.

Wir fühlen/tasten innen.

Wir merken unser Gleichgewicht innen.

Wir spüren unser Bauchgefühl/unsere Intuition innen.

Allein unser SEHEN ist außenfixiert.

Inneres Sehen

Spannenderweise gibt es nun bei unserem Sehen NICHT nur das äußere Sehen mit unseren weltlichen Augen, sondern auch ein inneres Sehen: unsere Fantasie, unsere inneren Bilder. Und wir können dies gleich einmal ausprobieren …

Wir können ganz bewusst jetzt auf den Bildschirm unseres Computers schauen und diese Worte lesen und auch den Bildschirm als Ganzes wahrnehmen sowie darüber hinaus auch noch den Ort, wo der Computer steht. All dies nehmen wir DA war, DA im Außen. DORT, außerhalb von uns. Wir können DAHINgreifen. Wenn wir „etwas“, was wir im Außen gesehen haben, haben wollen, dann müssen wir unseren Körper (unsere Hände) dorthinbewegen. Dies ist eine Aktivität (eine Bewegeung) im Außen.

Und während wir nun diese Worte lesen und auf unseren Bildschirm schauen, können wir gleichzeitig und parallel hierzu IN unserem INNERN unsere inneren Bilderwelten sehen und wahrnehmen. Wir können uns jetzt zum Beispiel etwas innerlich vorstellen, beispielsweise einen Kraftort mit einem starken Baum auf einer Wiese und einer Bank davor, auf die wir uns setzen und wo wir uns ausruhen und jetzt Kraft tanken können.

Wir können also im Außen den Computer mit unseren weltlichen Augen sehen und zugleich, parallel IN UNS unseren Kraftort mit Baum und Bank. Beides SEHEN funktioniert gleichzeitig, parallel, simultan.

Wir können jedoch NICHT mit unserer Hand zu diesem Ort greifen und wir können auch NICHT unseren weltlichen Körper real-feststofflich zu diesem Ort HIN bewegen. In unserer Fantasie können wir uns natürlich auf dieser Bank am Baum sitzen sehen und einige Menschen können sogar die Bank und den Baum sinnlich fühlen und spüren. Doch die meisten Menschen nehmen das, was sie in ihren inneren Bildern sehen, NICHT sinnlich wahr. Es gibt hierbei jedoch eine Ausnahme …

Was ist Realität?

Stellen wir uns einmal folgendes vor: Wir haben uns morgens, bevor wir zur Arbeit gefahren sind, mit unserem Partner heftig gestritten. Alles scheint kurz vor dem Aus zu sein. Die Trennung schwebt schier über uns (oder eine vergleichbar existenzielle, bedrohlich wirkende Verlustsituation). Und dann sitzen wir bei der Arbeit und versuchen, uns auf unseren Job zu konzentrieren. Dies wird uns wahrscheinlich nur schwer gelingen.

Immer wieder steigen in uns die gleichen Bilder hoch von der Streitszene am Morgen. Und jedes Mal durchfluten uns Gefühlswallungen von Ärger, Wut, Frustration, Trauer und Hadern, ganz so wie in der Situation am Morgen (oder sogar noch schlimmer). Wir kriegen Hitzewallungen, Kopfschmerzen, kalte (oder heiße) Füße. Uns wird abwechselnd warm und kalt. Vielleicht schüttelt es uns und wir müssen uns schier übergeben und zur Toilette rennen. Wir kriegen einen Nervenzusammenbruch, heulen uns bei unserer lieben Kollegin aus, hauen verzweifelt mit der Faust auf den Tisch oder lassen unsere Schultern sinken und sind nur noch ein Häufchen Elend.

In solche einem Fall bestimmt NICHT die äußere Situation unser momentanes befinden. Das Büro ist angenehm warm geheizt. Der Schreibtisch ist aufgeräumt. Die Kollegen sind nett wie immer. Draußen lacht die Sonne. Im Nachbarbüro wird gescherzt. Der Kaffee schmeckt wie immer  –  nur uns selbst schmeckt er heute überhaupt gar nicht. Das heißt, sogar unsere Geschmacksnerven sind verändert.

In dolch einer Situation bestimmen tatsächlich unsere INNEREN Bilder unser Befinden. Wir sehen immer wieder die gleichen inneren Bilder vor uns und DIESE inneren Bilder lösen IN UNS körperliche Reaktionen aus.

Dies bedeutet: BEIDE Arten zu sehen haben auf uns einen realen Einfluss!

Und wir können sogar noch einen Schritt weitergehen. Wir könnten behaupten: NUR die INNEREN Bilder haben auf unser körperliches Erleben einen REALEN Einfluss!

Ja – NUR unsere INNEREN Bilder haben auf unser körperliches Erleben einen REALEN Einfluss!

Oder es gilt auch der Umkehrschluss …

Unsere äußeren Bilder haben auf unser körperliches Erleben Keinen realen Einfluss!

Unsere äußeren Bilder haben nämlich NUR DANN auf unser körperliches Erleben einen realen Einfluss, wenn wir die äußeren Bilder zu unseren inneren Bildern MACHEN und SIE als unsere INNERE WAHRHEIT akzeptieren!

Allein unsere INNEREN BILDER erzeugen unser FÜHLEN!

Gehe ich beispielsweise im Urlaub Wandern durch wunderschöne Natur, so sehe ich mit meinen äußeren Augen diese schöne Naturlandschaft. Und dann nehme ich bereitwillig, freiwillig und gerne DIESE mit meinen äußeren Augen betrachteten Bilder IN MICH auf. Ich sehe sozusagen mit meinen äußeren und mit meinen inneren Augen DAS GLEICHE!

Dieses SEHEN ist ein KOHÄRENTES Sehen. Ich sehe außen und innen das GLEICHE.

Wenn ich auf dieser Wanderung durch wirklich wunderschöne, grandiose, eindrucksvolle, imposante Natur an meine verstorbene Mutter denke, dann werde ich sofort traurig und all die Schönheit der mich umgebenden Natur ist fort. Meine inneren Bilder/Gedanken bestimmen, was ich fühle und wie ich mich fühle.

Wohin Du denkst, Energie Du lenkst …!

Nur wenn ich mit meinen Gedanken, mit meiner Aufmerksamkeit, mit meinem Geist im Hier und Jetzt voll bei der Sache bin, nur dann entsprechen meine inneren Bilder den äußeren Bildern und nur dann fühle ich das Jetzt, wo ich jetzt bin!

Noch einmal, weil dieser Satz ganz wichtig ist …

Nur wenn ich mit meinen Gedanken, mit meiner Aufmerksamkeit, mit meinem Geist im Hier und Jetzt voll bei der Sache bin, nur dann entsprechen meine inneren Bilder den äußeren Bildern und nur dann fühle ich das Jetzt, wo ich jetzt bin!

Es gilt: Wohin Du denkst, Energie Du lenkst …!

Ich fühle das, wohin ich denke.

Ich fühle das, was ich gerade innerlich sehe.

Machen wir uns DIESE Erkenntnis zu Eigen, so haben wir ein SEHR, SEHR machtvolles Mittel in der Hand, wie wir bewusst steuern können, wie wir uns fühlen wollen.

Es ist hiermit erklärbar, wie Menschen in Arbeitslagern überleben konnten: Sie hatten ihre Aufmerksamkeit bei schönen Dingen. Obgleich ihre Realität schrecklich war, haben sie sich innerlich mit positiver Energie betankt  –  und somit überlebt.

Die meisten Menschen machen es leider anderes herum: Sie haben eine (im Vergleich zu vor 500 Jahren) sehr komfortable Lebenssituation und denken dennoch ständig an Negatives, an Probleme, Sorgen und Krankheit. Und folglich prägt NICHT das Außen ihr Leben und ihr Befinden, sondern ihre inneren Bilder MACHEN, dass es ihnen schlecht geht (obgleich im Außen alles gut ist).

Wohin Du denkst, Energie Du lenkst …!

Meine INNEREN Bilder bestimmen meine Realität!

Meine INNEREN Bilder bestimmen mein Fühlen!

Meine INNEREN Bilder bestimmen meine Stimmung!

Meine INNEREN Bilder bestimmen, wie es mir geht!

Habe ich dies einmal geschnallt, so brauche ich wirklich NIE WIEDER jemand anderen dafür verantwortlich zu machen, wie es MIR geht, denn ich selbst halte jetzt den Zauberstab und den Zauber-Schlüssel für ein besseres, schöneres, lichtvolleres Leben in meinen Händen.

Meine INNEREN Bilder bestimmen meine Realität!

Und hiermit kann ich nun spielen und experimentieren, ausprobieren und NEUE Erfahrungen sammeln. Meine INNEREN Bilder bestimmen meine Neue Ordnung. Einfach mit Hilfe meiner INNEREN Bilder erschaffe ich JETZT mein Leben NEU. Denn in meinen INNEREN Bildern ist mein neues Leben schon jetzt DA!

Es braucht keine Zeit.

Ich muss auf nichts warten.

Meine Fantasie arbeitet schneller als Lichtgeschwindigkeit.

Meine INNEREN Bilder bestimmen JETZT sofort meine neue Realität, meine innere Neue Ordnung, mein neues Lebensgefühl, mein neues, wundervolles Leben!

Und dies probiere ich JETZT sofort aus …

Björn Geitmann

Buchautor „Eine Neue Ordnung  –  Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“ und

„Faszination menschliche Kommunikation  –  Liebe Dich selbst, sonst liebt Dich keiner …!

www.datgeitman.de/lichtschule

Cover_Kommunikation
Liebe Dich selbst, sonst liebt Dich keiner …!
Ordnung_Band3
Eine Neue Ordnung Band 3
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