Wieso fühle ich mich immer wieder so beurteilt?

beurteilt

Und warum rechtfertige ich mich eigentlich immer wieder?

Womit hängt es zusammen, dass wir uns immer wieder von anderen beobachtet, beurteilt und sogar verurteilt fühlen? Und wieso meinen wir dann, uns rechtfertigen zu müssen? Solch ein Verhalten ist uns doch selbst lästig …

Solche und solche Situationen

Wie können beobachten, dass es in unserem Leben einige Situationen gibt, da kräht kein Hahn nach. Da machen wir einfach, was wir machen, und das interessiert gar niemanden!  –  Und dann gibt es tausend Situationen, da machen wir, wozu wir gerade Lust haben, und dann grätscht uns da irgend so ein Dussel von der Seite schräg rein und versaut uns den ganzen Spaß. Das macht einfach keine Freude. Warum ist das so? Warum passiert uns so etwas immer wieder? Die Erklärung kommt jetzt …

Ego und Herzensfeld

Wir Menschen sind vieldimensionale Wesen. Die eine Dimension ist die Ebene unseres Ego. Auf dieser Ebene identifizieren wir uns mit „etwas“, mit dem Außen, mit einem Bild von uns selbst, mit „der Welt“ oder mit bestimmten Vorstellungen.

Die zweite Ebene sind wir als Herzensfeld. Auf dieser Ebene unseres Herzensfeldes identifizieren wir uns NICHT mit etwas  –  sondern wir SIND einfach. Wir sind „ICH BIN“. Und dieses ICH BIN ist NICHT „etwas“, sondern es ist formloses Sein. Und da es NICHTS ist, kann es auch niemand kritisieren, weil nichts (keine Form) zum Kritisieren da ist. Folglich kräht kein Hahn danach, wenn wir etwas aus dieser Herzensfeldebene heraus tun, machen, wirken oder einfach sind.

Wenn kein Hahn danach kräht, so bin ich Herzensfeld.

Wenn ich mich kritisieren lasse, so KÖNNEN die anderen nur Formen kritisieren, also Identifikationen, Vorstellungen, Pläne, Gedanken, Gefühle, Meinungen, Ansichten  –  eben alles, was sich bereits als Form manifestiert hat. Diese Form BIN NICHT ICH! (Denn ICH BIN ja Herzensfeld). Dennoch identifiziere ich mich als Ego mit dieser Form.

JEDES MAL, wenn mich jemand kritisiert, beurteilt, verurteilt, schlecht macht oder fertig macht, ist dies die Einladung, die Chance, die Gelegenheit, die optimale Möglichkeit, „etwas“, was ich NICHT bin, loszulassen. JEDES MAL, wenn mich jemand be- oder verurteilt, ist dies eine Einladung des Himmels, ein Aspekt meiner Identifikation, ein Aspekt meines Ego loszulassen!

Und die Situation ist nur deshalb entstanden, weil unser Herz es sich wünscht, dass wir uns von diesem Aspekt unseres Selbstbildes lösen und trennen, um uns HINTER dieser Identifikation selbst neu in Freiheit zu begegnen. Es kann auch sein, dass es unser Herz herbei sehnt, dass wir uns davon befreien, auf die Beurteilungen und die Anerkennung DER ANDEREN Wert zu legen. Unser Herz wünscht sich so sehr, dass wir UNS SELBST (aus unserem eigenen Innen heraus) mit unseren Gaben, Fähigkeiten, Talenten, Qualitäten und Interessen wertschätzen und anerkennen, ganz gleich was die anderen (für dummes Zeug) schwatzen. Im Grunde genommen wünscht sich unser Herz, dass unser Ego unser Herzensfeld (endlich) anerkennt.

Stolpersteine

Wer seine Berufung finden möchte, tut erst einmal alles Mögliche dafür, sie NICHT zu finden. Wir leben einen kleinen Aspekt unserer Leidenschaft und  –  zack  –  da haut uns auch schon gleich wieder jemand `nen schweren Koffer ins Kontor und wir schmeißen die Flinte wieder ins Korn. Mit dem Urteil des anderen haben wir einen guten Grund gefunden, uns NICHT zu leben.  –  Sehr raffiniert …

Solange wir auf Rückmeldungen von außen Wert legen, werden wir (in Bezug auf unsere Berufung/Leidenschaft) negative Rückmeldungen erhalten. Erst in dem Moment, in dem wir innerlich entschieden haben, dass die Rückmeldungen von außen uns egal sind, werden wir positive Rückmeldungen bekommen (brauchen sie dann aber gar nicht mehr, weil wir selbst uns bereits positive Rückmeldung gegeben haben).

Das Resonanzgesetz

Dieses „Spiel“ bzw. diese Zusammenhänge entsprechen dem universalen Resonanzgesetz: Solange wir uns innerlich selbst skeptisch gegenüberstehen, spiegelt uns das Außen genau DIESE Energie, die in uns selbst selbstkritisch präsent ist.

Erst wenn wir uns selbst innerlich positiv, klar, selbstbewusst und überzeugt gegenüberstehen, spiegelt uns das Außen genau DIESE Energie, die nun in uns selbst wohlwollend präsent ist.  –  Es KANN nicht anders sein!

Wie gehe ich nun mit dieser Erkenntnis um?

Ich erlebe in meinem Alltag eine (oder mehrere) Situation(en), in denen ich mich be- oder verurteilt fühle. Was ich jetzt machen KANN, ist, mir an meine eigene Nase fassen und mir selbst eingestehen, dass ich mir selbst noch verzagt und unsicher sowie be- und verurteilend gegenüberstehe. Dies macht ja nichts. Es darf sein. Ich muss nichts verändern. Doch ich brauche mich NICHT mehr über die anderen zu ärgern, denn ich erkenne: Sie spiegeln lediglich meine eigene, innere Energie.

Nun kann ich forschen: Warum bin ich überhaupt unsicher? Weshalb be- oder verurteile ich mich selbst, wenn ich meine Leidenschaft/Berufung (zaghaft) leben möchte?

Und da müssen wir die Antwort gar nicht lange suchen, sie wird uns auf dem Silbertablett serviert …

Übung

Wir machen hierzu jetzt eine kleine Übung, die in der Ich-Form geschrieben ist …

Ich atme einmal bewusst tief ein …   und aus …

Ich stelle mir meine Leidenschaft (meine Berufung) vor, das, was ich gerne tun würde, aber (wenn überhaupt) bisher „nur im Geheimen“ mache (also ich traue mich noch nicht so recht raus aus meinem Schneckenhaus) …

Und ich atme meine Leidenschaft/Berufung tief ein …   und mit meinem Ausatmen fühle ich meine Gefühle von Unsicherheit und be- oder verurteilt werden …

Und jetzt lege ich meine linke, flache Hand, die für meine Leidenschaft/Berufung steht, auf mein Herzensfeld …

Und ich atme diese Verbindung einmal bewusst ein …   und aus …

Und nun führe ich meine rechte, flache Hand zu meinem Bauch und bringe mich bewusst in Verbindung mit meinem Bauchgefühl. Und ich erlaube, dass jetzt vor meinem inneren Auge intuitiv die Ursache, diejenigen Menschen/Personen/Situationen auftauchen dürfen, die mir meine Selbstverwirklichung (in der Vergangenheit) so schwer mach(t)en und verleiden …

Und erlaube diese inneren Bilder und atme die Energie bewusst und ja sagend ein …  und lasse sie durch mich hindurch fließen und weiter durch die Goldene Tür zu den Bussen zur Transformationsfabrik (siehe das Praxishandbuch „Eine Neue Ordnung“). Ich sehe die Ursprungsenergie meines zaghaft und unsicher seins, der Be- und Verurteilungen und ich erlaube zu sehen, wo die Verbote herkommen.

Und ich atme diese Bilder einmal tief ein …   und lasse mit meinem Ausatmen alle Fremdenergie aus mir heraus fließen durch meine Füße bis tief in Mutter Erde …

Und ich atme noch einmal bewusst ein …   und lasse mit meinem Ausatmen bewusst alle Fremdenergie aus mir heraus fließen durch meine Füße bis tief in Mutter Erde …

Wenn mein Bauchgefühl gereinigt ist, hebe ich nun meine rechte Hand von meinem Bauch ab (meine linke, flache Hand bleibt weiterhin auf meinem Herzensfeld). Ich winkel meinen rechten Arm locker an und ich schnipse einmal ganz bewusst mit den Fingern meiner rechten Hand. Dieses Fingerschnipsen wirkt wie ein Zauber und mit diesem Schnipsen ist das Alte nun fort …

Nun atme ich bewusst tief ein und hebe meine rechte, flache Hand hoch zu meiner Stirn und berühre dort mit den Fingerkuppen meines Ringfingers und meines Mittelfingers behutsam mein Drittes Auge (der Punkt in der Mitte meiner Stirn knapp oberhalb der Linie zwischen meinen Augenbrauen). Und innerlich spreche ich: „Ich erlaube, mich jetzt in meiner Freude zu sehen, wie ich meine Leidenschaft/mein Potenzial/meine Berufung lebendig, mit Spaß und Freude und voll Hingabe lebe.“

Und ich weiß: All meine inneren Bilder sind NICHT wörtlich zu nehmen. Es zählen allein die Gefühle, die diese Bilder in mir auslösen …

Und ich atme bewusst ein …   und aus …

Ich halte weiterhin meine linke, flache Hand auf meinem Herzensfeld und die Finger meiner rechten hand auf meinem Dritten Auge …  –  und ich genieße meine inneren Bilder …

Genießen …

Und nun spreche ich innerlich klar und deutlich …

„Ja, so darf es sein …!

Ja, so lebe ich mich jetzt gerne …

Ja, so finde ich mich toll …

Ja, so kann ich mich von Herzen lieben …

Ja, so lebe ich jetzt meine Leidenschaft und meine Berufung …“

Und ich atme noch einmal bewusst ganz tief ein …   und wieder aus …

Und lasse mich überraschen, mit welchen positiven und schönen Momenten mich das Leben beglücken wird …

Ich empfange gerne und bereitwillig meine innere „Neue Ordnung“ (die Ordnung meines Herzensfeldes und meiner Leidenschaft/Berufung) und ich lasse mich einfach überraschen, was kommt …

Björn Geitmannh

Buchautor „Eine Neue Ordnung  –  Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“

und „Faszination menschliche Kommunikation  –  Liebe Dich selbst, sonst liebt Dich keiner …!

www.datgeitman.de/lichtschule

Cover_Kommunikation
Liebe Dich selbst, sonst liebt Dich keiner …!
Ordnung_Band3
Eine Neue Ordnung Band 3